14:5015.06.2026
• PASSAGE — Editorial und 3D, Bachelor Thesis

Ein Magazin über liminale Räume.

Faszination der Zwischenräume.

„PASSAGE“ ist ein Magazin, das das Phänomen der sogenannten Liminal Spaces untersucht. Diese Orte befinden sich zwischen Zuständen – vertraut und gleichzeitig fremd, belebt und dennoch verlassen.

Ziel der Bachelorarbeit war es, die emotionale Wirkung dieser Übergangsräume zu analysieren und in ein eigenständiges Printmedium zu übersetzen. Das Magazin verbindet theoretische Inhalte mit einer stark visuellen Gestaltung und macht ein überwiegend digitales Internetphänomen im analogen Raum erfahrbar.

Die Resultate

Das Ergebnis ist ein Magazin, das Theorie, Gestaltung und Bildsprache zu einem ganzheitlichen Erlebnis verbindet. Durch die Kombination aus redaktionellen Inhalten, experimenteller Typografie und atmosphärischen Visuals entsteht eine Publikation, die das Thema nicht nur erklärt, sondern erfahrbar macht. „PASSAGE“ übersetzt die Ästhetik und Wirkung liminaler Räume in ein eigenständiges Printprodukt und schafft einen neuen Zugang zu einem vorwiegend digitalen Kulturphänomen.

„Passage“ versteht sich nicht ausschließlich als einmaliges Hochschulprojekt, sondern als Grundlage für eine fortlaufende Magazinreihe. Zukünftige Ausgaben könnten unterschiedliche Phänomene und Nischenthemen aufgreifen, die durch die Kombination aus fundierter Recherche, visueller Gestaltung und atmosphärischer Bildsprache einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.

Experimentelle Typografie

Die typografische Gestaltung greift den Gedanken des Übergangs auf und übersetzt ihn in ein visuelles System. Eine moderne Groteskschrift trifft auf eine klassische Serifenschrift und erzeugt so einen Kontrast zwischen Gegenwart und Erinnerung. Für Headlines wurde ein eigens entwickelter Distortion-Effekt eingesetzt, der an verlaufende Druckfarbe erinnert.

Die Schrift befindet sich dadurch selbst in einem Zwischenzustand – lesbar, aber leicht verfremdet. Die Typografie wird so nicht nur Informationsträger, sondern ein integraler Bestandteil der Atmosphäre.

Bildsprache liminaler Räume

Die Bildwelt bildet den emotionalen Kern des Projekts. Neben eigens erstellten 3D-Visualisierungen kamen Fotografien einer älteren Digitalkamera zum Einsatz, deren technische Unvollkommenheiten gezielt genutzt wurden. Bildrauschen, Unschärfen und reduzierte Bildqualität erzeugen einen nostalgischen Charakter und verstärken das Gefühl von Erinnerung und Entfremdung.

Die Motive zeigen alltägliche Orte außerhalb ihres gewohnten Kontextes und vermitteln die für liminale Räume typische Spannung zwischen Vertrautheit und Irritation.

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